18.08.2001 Türkei

6 Höhlenforscher saßen in 1400m tiefer Höhle in der Türkei fest

In der Peynirliknu-Höhle sind auf ca. 2000m NN am 18.08.01 sechs türkische Höhlenforscher einer Istanbuler Universität (BÜMAK) nach starken Regenfällen vom Hochwasser eingeschlossen worden.
Die Höhle liegt 200 km östlich von Antalia, im Gebirge 40 km nördlich von Anamour im Distrikt Mersin. Die Höhle ist 1400m tief , stellenweise sehr eng und hat nur kurze Schächte.

Der Zivilschutz pumpte den überfluteten, engen und verschlammten Eingangsbereich frei. Türkische Helfer haben 2 der Eingeschlossenen gerettet, 2 weiter sind in 800m Tiefe in Sicherheit. Zwei weitere wurden auf 1300m Tiefe noch vermißt.

Die türkischen Höhlenretter baten um Hilfe durch unsere erfahrenen Höhlenretter, da es ihnen an Mannschaften und Material sowie Rettungserfahrung mangelt. Die Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. hatte in Zusammenarbeit mit der Malteser Höhlenrettung 10 Mann für den Einsatz zusammengestellt. Die Salzburger Höhlenrettung bereitete sich ebenfalls mit ca. 5 Mann auf den Einsatz vor.

In Kooperation mit der ECOM (Auslansorganisation des Malteser Hilfsdienstes) wurde von unserer Seite der Einsatz vorbereitet. Da von der Türkei kein offizielles Hilfeersuchen gestellt wurde, kamen keine ausländischen Kräfte zum Einsatz. Wie im Laufe der letzten Woche bekannt wurde, ist einer der beiden Vermißten auf -1300m gestorben, der andere konnte leicht verletzt mit eigener Kraft die Höhle verlassen. Inzwischen sind alle Kräfte wieder über Tage.