weitere Einsätze

06./07.05.2000  Wulfbachquellhöhle

Gegen 20 Uhr wurden wir von den Kollegen der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. über die Rettungsleitstelle Göppingen alarmiert. Zwei Taucher sind in der Wulfbachquellhöhle.
Ab 20:15 Uhr stand eine Mannschaft auf der Rettungswache zum Einsatz bereit. Die anderen Retter der Malteser Höhlenrettung sind zu Hause in Bereitschaft.
Um 21:45 Uhr sind Kräfte der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. an der Höhle. Höhlentaucher steigen ein.

Die Bereitschaft auf der Rettungswache wird gegen 23 Uhr aufgehoben, jedoch bleiben alle Kräfte weiterhin im Alarmzustand. Um 11:45 Uhr am Sonntag wird der Alarm aufgehoben; die Höhlentaucher haben den vermißten Sporttaucher tot aufgefunden.

Am Freitag eine Woche später erfolgt die Bergung. Zwei Retter der Malteser Höhlenrettung sind als Gäste dabei.

Nähere Informationen auf den Seiten unserer Kollegen: http://www.hoehlenrettung-bw.de

1999  Höhle / Bergwerk im Südschwarzwald

Bei Grabungsarbeiten in einer vom Bergbau überprägten Höhle stürzt eine Höhlenforscherin ab. Im 5m tiefen Einstiegsschacht war sie beim Aufstieg auf einer Drahtseilleiter ausgeglitten und stürzte auf den Geröllboden. Dabei zog sie sich schwere Prellungen und Verstauchungen zu, die im Krankenhaus behandelt werden mußten. Drei Höhlenretter der Malteser Höhlenrettung waren an der Grabungsaktion beteiligt und retteten die Verunglückte aus dem Schacht.

26.07.1998  Todsburger Schacht

22:45 Uhr: Malteser Höhlenrettung und Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. werden alarmiert. Zwei Höhlenforscher sind auf Fototour im Todsburger Schacht. Die Rückkehrzeit ist weit überschritten.
An diesem Tag ist die komplette Mannschaft bei der Bewirtung eines Festes in Geislingen eingesetzt. Ein Teil betreibt den Stand weiter, der andere begibt sich zur Rettungswache und besetzt diese. Weitere Retter, die bereits morgens gearbeitet hatten und sich nun zu Hause befinden, werden alarmiert.

23:15 Uhr: Die Wachenmannschaft ist bereit zum Ausrücken. Die beiden Vermißten erreichen den Eingang. Einsatzabbruch. Sie hatten die Tourendauer falsch eingeschätzt.

30.06.1998  Falkensteiner Höhle

17:00 Uhr: Ein Höhlenforscher setzt uns in Kenntnis, dass zwei Kollegen in der Falkensteiner Höhle sind. Er erwartet sie schon eine Weile zurück. Rettungszeit allerdings erst 19 Uhr.

19:00 Uhr: Der Höhlenforscher fährt zum Parkplatz bei der Falkensteiner Höhle. Das Fahrzeug der Vermißten ist nicht dort.

20:30 Uhr: Die Vermißten treffen zu Hause ein. Sie waren noch in einer Gaststätte.

05./06.07.1997  Falkensteiner Höhle

20:53 Uhr: Information über Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V.: Drei Höhlenforscher sind seit 9:30 Uhr in der Falkensteiner Höhle unterwegs mit dem Ziel Hohe Kluft (etwa 3,4 km weit im Berg). Das Wasser ist den Tag über gestiegen, der Demutsschluf (Eingangsbereich) ist bereits wassergefüllt.
Alle Kräfte der Malteser Höhlenrettung werden in Alarmzustand gesetzt.

Am folgenden Tag wird gegen 10 Uhr ein Vorstoß von Höhlentauchern unternommen.

13:45 Uhr: Entwarnung. Die Höhlenforscher konnten mit Hilfe der Höhlentaucher die Höhle verlassen.

13.07.1996  Falkensteiner Höhle

14:20 Uhr: Alarm für die Malteser Höhlenrettung: Zwei Personen seien in der Falkensteiner Höhle hinter dem ersten Siphon eingeschlossen. Es bestehe Kontakt zu den anderen Gruppenmitgliedern vor dem Siphon.
16:15 Uhr: Rücknahme des Alarms.

Eine Gruppe von Höhlengängern war bis zum ersten Siphon gelangt. Zwei Gruppenmitglieder durchschwammen den Halbsiphon und gaben vom anderen Ende aus Lichtzeichen, um zu signalisieren, dass sie noch weiter in die Höhle gehen wollten. Die anderen (vor dem Siphon) verstanden die Signale nicht und versuchten über Zurufe Informationen zu erhalten. Dies wurde als Zustimmung interpretiert und so zogen die beiden los. Daraufhin alarmierten die anderen die Höhlenrettung. Rücknahme des Alarms, nachdem die beiden zurückgekehrt waren.

25./26.02.1995  Falkensteiner Höhle

Zwei Männer (47 u. 38 J. alt aus Kirchheim/Teck) steigen in die Falkensteiner Höhle ein. Draußen weicht leichter Regen den Schnee auf. Es fließt bereits Wasser aus dem Höhleneingang. Sie befahren die Höhle bis zur Bänischhalle.
Beim Rückweg war bereits das Waschbrett überflutet. Einer der beiden läßt sich durchtreiben, der andere bleibt hinten sitzen. Sie haben keine Sprechverbindung und die mitgebrachte Leine ist zu kurz. Wenig später fällt das Licht aus.

Ihre geplante Rückkehrzeit ist 19.00 Uhr. Um 22.08 Uhr alarmieren Angehörige das Polizeirevier Metzingen. Über den Umweg DRK-Leitstelle Reutlingen – Bergwacht – Feuerwehren Grabenstetten und Urach erreicht der Alarm schließlich um 23.00 Uhr die Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. Diese alarmiert gegen 00:15 Uhr die Malteser Höhlenrettung über die Rettungsleitstelle Göppingen.

Nachdem kein Kontakt zur Einsatzleitung Vorort besteht, begeben sich zwei Höhlenretter der Malteser Höhlenrettung mit einem Einsatzfahrzeug zur Höhle. Dort ist die Rettungsaktion in vollem Gange.

Die komplette Mannschaft der Malteser Höhlenrettung bleibt nach Rücksprache mit der Einsatzleitung zu Hause in Bereitschaft.

Gegen 9:00 Uhr übernimmt ein weiterer unserer Retter die Arbeit eines Pressesprechers.

Um 16.30 Uhr sind die Vermißten schließlich am Höhleneingang.

Nähere Informationen auf den Seiten unserer Kollegen: http://www.hoehlenrettung-bw.de

1994  Suchaktion

Zwei Höhlengeher werden von Angehörigen vermißt gemeldet. Sie wollten gemeinsam eine Schachthöhle auf der Schwäbischen Alb befahren. Jedoch war nicht herauszufinden welche!
Deshalb suchten Retter der Malteser Höhlenrettung Himmelsfelsenschacht und Todsburger Schacht ab.

Wenig später kam die Entwarnung: Aufgrund des schlechten Wetters hatten die beiden auf die Tour verzichtet, sich aber nicht zurückgemeldet.

1993 Falkensteiner Höhle

Alarm über die Rettungsleistelle Göppingen: Zwei Arbeitskollegen aus dem bayrischen Raum sind auf Höhlentour in der Falkensteiner Höhle und Stunden nach der vereinbarten Rückkehrzeit noch nicht zu Hause. Die Frau des einen telefonierte mit mehreren Rettungsleistellen in Bayern bis nach München (!), da sie nicht wußte, wo sich die Höhle befindet. Erst eine baden-württembergische Leitstelle gab ihr den Tipp in Göppingen anzurufen.

Während sich die Retter der Malteser Höhlenrettung auf den Einsatz vorbereiteten, gab die Angehörige Entwarnung: Die beiden hatten sich in der Tourendauer verschätzt und sich auch nicht von unterwegs gemeldet. Sie sind zu Hause eingetroffen.

1990 Höllern

Samstag abends wollte ein Student zu einer Party erscheinen, kam dort aber nie an. Seine Freunde alarmierten daraufhin die Eltern und durchsuchten die Wohnung des Vermißten. Dabei stießen sie auf eine offene Höhlenzeitschrift. Über Umwege erreichten sie die Malteser Höhlenrettung, deren Einsatzleiter ihnen mitteilte, dass die betreffende Höhle im Heft im Fränkischen liegt. Daraufhin wurde die Höhlenrettung des BRK Bamberg alarmiert.

Die Höhlengeher waren in ein labyrinthisches Höhlensystem eingestiegen und konnten aufgrund nachlassender Leistung der Lampen nicht mehr aussteigen. Sie waren unzureichend ausgerüstet (weniger Lampen als Personen (!), kein Ersatzlicht oder Notfallmaterial.

Die Höhlenrettung mußte auch mehrere Feuerwehrleute befreien, die sich ebenfalls im System verlaufen hatten, bei dem Versuch, die Vermißten zu retten.

1987  Schwieberdinger Forst

Ein Höhlenforscher wurde vermißt. Zuletzt wurde er beim Einstieg in eine S-Bahn gesehen. Es gab keine Hinweise, ob und welche Höhlen er gehen wollte.

Polizei, Hubschrauber, Rettungshundestaffeln, Höhlenforscher und die Malteser Höhlenrettung suchten über mehrere Tage hinweg die in Frage kommenden Gelände ab. Dabei wurde viele Höhlen “wiederentdeckt”. Doch alle Maßnahmen bleiben ohne Erfolg.

1990 wird der Vermißte skelletiert unter einem Versturz in einer Abrißkluft von spielenden Kindern gefunden.