Team

Genauso wie es wichtig ist, die richtige Höhle auszusuchen, ist auch die Zusammensetzung des Teams wichtig für eine unkomplizierte Tour, die jedem Spaß macht.

Bei einer anspruchsvollen Tour muß innerhalb der Gruppe ein gleichmäßiges Leistungsniveau herrschen. Ein Langsamer hält die Anderen auf. So wird die Unternehmung für alle zu einer Belastung: Die Schnellen müßen warten, das Ziel wird nicht oder nur unter Zeitdruck erreicht, der Langsame ist ständig an seiner Leistungsgrenze und macht sich Vorwürfe, daß er die Gruppe aufhält. So sind Unfälle vorprogrammiert und die Stimmung im Team sinkt.

Ganz anders sieht es aus, wenn sich der Leiter der Gruppe von vornherein über das starke Leistungsgefälle klar ist und die Tour entsprechend ausgesucht wurde. Das Ziel und die Zeitplanung sind auf den Schwächsten abgestimmt und die Starken in der Gruppe helfen ihm. Jeder erreicht das Ziel, das Tempo ist eher gemütlich und die Starken haben nicht den Anspruch, auf dieser Tour Höchstleistungen zu erreichen.

Nie darf jedoch eine Gruppe nur aus einem Erfahrenen (Leiter) und mehreren Anfängern bestehen. Am Besten ist es, wenn auf jeden Neuling mindestens ein Erfahrener kommt. Nur so ist die Sicherheit für alle immer gewährleistet. Ausnahme: Geführte Gruppentouren in einfache Höhlen (kein Schacht!).

Nochmals kurz zusammengefaßt:

Anspruchsvolle Tour => ausgesuchte Mannschaft mit gleichmäßigem Leistungsniveau

Einfache Tour => gemischte Mannschaft möglich

Die Gruppenstärke hängt von der Höhle und dem Ziel ab. (Bei größeren Materialtransporten oder Forschungstouren gelten folgende Regeln unter Umständen nicht.)

Bei einfachen Höhlen (ohne Schächte) darf die Gruppenstärke bis zu 10 Personen betragen. Größere Gruppen werden unüberschaubar; hier ist es besser zwei kleine Gruppen zu bilden.

Bei komplizierten Objekten, insbesondere bei Schachthöhlen, sollten maximal 6 Höhlenforcher gemeinsam unterwegs sein, da es sonst zu langen Wartezeiten für den Einzelnen kommt. Wartezeiten führen oft zu Frust und Unterkühlung. Nicht zu unterschätzen ist auch die Steinschlaggefahr für Wartende.

Um bei einem Unfall noch effektiv helfen zu können, sollte das Team aus mindestens 3 Höfos bestehen.

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