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In diesem Jahr hatten wir für die Besucher einiges geboten: In einer 20 m² großen “Höhle” konnten sie erleben, was es heißt in einer Höhle eine Patientenversorgung durchzuführen. Eine Schautafel und komplett ausstaffierte Höhlenforscher-Puppen gaben einen Einblick in die Welt der Höhlenforschung.
Die umfassende Informationswand zum Thema “Höhlenrettung” führte auch in dieses Thema ein und ergab zusammen mit einem persönlichen Gespräch mit einem unserer Retter ein umfassendes Bild über die Malteser Höhlenrettung.
Doch zusätzlich zu diesen eher etwas statischen Medien zeigte die Gruppe in den täglich zweimal stattfindenden Vorführungen ihr praktisches Können.
Die Rettung eines Höhlengängers aus einer komplizierten Höhle galt es zu bewältigen.
Zuerst mussten Material und Personal einen 8 m tiefen Schacht hinab, der im unteren Bereich zusätzlich eng wurde. Am Boden ging der Schacht in eine horizontale, enge Strecke über, die zusätzlich noch 90° um ein Eck führte. Erst danach lag der Patient in einem größeren Raum.
Da wir schlecht die Messebesucher in eine Höhle “entführen” konnten, hatten wir das komplette Szenario mit unseren “Schlufkisten” nachgebaut.
Nach der medizinischen Erstversorgung durch den Vortrupp wurde der Patient mit unserer flexiblen Trage durch die Engstellen hindurch zum Schachtboden transportiert. Von dort aus ging es mit Seilunterstützung nach oben. Dazu verwendeten wir die sog. Gegengewichtsmethode: Ein Retter hängt als Gegengewicht am oberen Schachtende und ist über eine Rolle und ein Seil mit der trage verbunden. Bewegt er sich nach unten, bewegt sich die Trage nach oben.
Insgesamt ließ sich unsere geduldige Patienten sechs mal erfolgreich retten. Dass es unseren Helfern dabei sehr warm wurde, lag jedoch nur an den vergleichsweise hohen Temperaturen. Unsere Schutzkleidung ist mehr auf 8° C Höhlentemperatur als auf 20° C in der Messehalle ausgelegt.
Vielen Dank für Ihren Besuch!