Rettungsübungen
Brunnenhöhle (Ostalb)
Zwei Höhlenforscher waren überfällig gemeldet worden. Sie hatten eine Befahrung der Brunnenhöhle angegeben und daher konzentrierte sich die Suche auf dieses Objekt. Bei strahlendem Sonnenschein und drückender Hitze durchsuchten Trupps das Hanggelände nach dem Eingang der Höhle, die sehr versteckt im Unterholz liegt.
Sobald der Eingang gefunden war, machte sich der Vortrupp auf den Weg zu den Vermißten. Der eine konnte schnell gefunden werden und begab sich mit Unterstützung weiterer Retter mit eigener Kraft aus der Höhle. Der andere lag hinter einer halb mit Wasser gefüllten Engstelle. Ein verletztes Bein machte ihm die selbstständige Rückkehr ans Tageslicht unmöglich.
Aufgrund der sehr engen Verhältnisse konnten nicht alle Retter bis zum Verletzten vordringen und sogar das Rettungsmaterial musste in kleinere Einheiten umgepackt werden. Ohne eine Erweiterung der schlimmsten Passagen wäre eine Retter nicht möglich gewesen. Deshalb überwand der Patientdarsteller diese in eigener Regie.
Aus den an dieser Übung gemachten Erfahrungen heraus, überarbeiteten wir die Zusammenstellung und Verpackung der einzelnen Einheiten vollständig, so dass in der Zwischenzeit kleinere und leichtere Verpackungseinheiten zur Verfügung stehen.
Katzenloch (Blaubeuren)
Während dieser Rettungsübung wurde intensiv die Zusammenarbeit mit der Bergwacht Blautal geübt.
Drei Höhlentouristen waren in das Katzenloch eingestiegen. Beim Ausstieg auf einer Drahtseilleiter im 10 Meter tiefen Einstiegsschacht rutschte einer von ihnen aus. Da keine Sicherung verwendet wurde, viel er bis auf den Grund des Schachts und blieb dort mit unklaren Verletzungen liegen.
Die Alarmierung der Bergwacht Blautal und der Malteser Höhlenrettung erfolgte über die Rettungsleitstelle Ulm durch einen der Kameraden, der bereits ausgestiegen war.
Die zuerst eingetroffenen Bergwachtmänner seilten sich in die Höhle ab und übernahmen die Erstversorgung, die wenig später durch den Vortrupp der Höhlenrettung fortgesetzt wurde. Währendessen wurde am Höhleneingang ein Zugsystem installiert, mit dem der Patient wieder ans Tageslicht gelangte. Die Bergwacht transportierte mit Unterstützung einiger Höhlenretter die Trage durch den Wald hangabwärts zur Straße, wo - im Ernstfall - der Rettungsdienst übernommen hätte.
Die Zusammenarbeit der beiden Organisationen funktionierte, bis auf Kleinigkeiten, reibungslos.
Ein Dankeschön an die Bergwacht Bereitschaft Blautal für die hervorragende Bewirtung!
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