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Ausbildung |
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InhalteSeit Bestehen der Gruppe haben sich sowohl unser Materialbestand, als auch unser Fachwissen stetig vergrößert. Schon von Anfang an war es die Hauptaufgabe der Malteser Höhlenrettung sich innerhalb der Gruppe intensiv gegenseitig zu schulen. So ist es nur selbstverständlich, daß wir eine Vielzahl von Ausbildungsabenden und zwei Seminare im Jahr anbieten (siehe Ausbildungsplan). Wichtig ist es uns aber, daß die Veranstaltungen jederzeit für jeden Interessierten offen sind! Hier eine Zusammenfassung unserer Ausbildungsschwerpunkte:
Die Themen 1,2,3 und 12 werden nur teilweise innerhalb der normalen Ausbildungen angeboten, jedoch sind einzelne Höhlenretter gerne bereit, ihr Wissen auch außerhalb der Höhlenrettungstermine weiterzugeben.
Kameradenrettung
Seid Ihr Euch sicher was zu tun ist? Wir sind gerne bereit mit Euch die Techniken der Kameradenrettung zu üben. Wenn Ihr Interesse habt, macht einfach einen Termin mit uns aus, an dem wir kommen sollen.
TourenplanungHöhleJede Planung einer Höhlentour fängt mit dem Aussuchen einer oder mehrer Höhlen an. Dabei sollte diese entsprechend der Kondition und Erfahrung der Teilnehmer und der Wetterlage gewählt werden. Z.B. kann eine Hochwasserbefahrung ihren Reiz haben, aber nicht für jeden Teilnehmer und nicht bei steigendem Wasserspiegel ! Die Erfahrung zeigt, daß man eher eine zu kurze Zeitspanne für die Befahrung einplant. Also lieber auf die kalkulierte Befahrungsdauer noch 20 bis 50 % aufschlagen. Bekommt ein Teammitglied Probleme (was jedem passieren kann!) sind ein paar Stunden schnell vergangen.
TeamGenauso wie es wichtig ist, die richtige Höhle auszusuchen, ist auch die Zusammensetzung des Teams wichtig für eine unkomplizierte Tour, die jedem Spaß macht. Bei einer anspruchsvollen Tour muß innerhalb der Gruppe ein gleichmäßiges Leistungsniveau herrschen. Ein Langsamer hält die Anderen auf. So wird die Unternehmung für alle zu einer Belastung: Die Schnellen müßen warten, das Ziel wird nicht oder nur unter Zeitdruck erreicht, der Langsame ist ständig an seiner Leistungsgrenze und macht sich Vorwürfe, daß er die Gruppe aufhält. So sind Unfälle vorprogrammiert und die Stimmung im Team sinkt. Ganz anders sieht es aus, wenn sich der Leiter der Gruppe von vornherein über das starke Leistungsgefälle klar ist und die Tour entsprechend ausgesucht wurde. Das Ziel und die Zeitplanung sind auf den Schwächsten abgestimmt und die Starken in der Gruppe helfen ihm. Jeder erreicht das Ziel, das Tempo ist eher gemütlich und die Starken haben nicht den Anspruch, auf dieser Tour Höchstleistungen zu erreichen. Nie darf jedoch eine Gruppe nur aus einem Erfahrenen (Leiter) und mehreren Anfängern bestehen. Am Besten ist es, wenn auf jeden Neuling mindestens ein Erfahrener kommt. Nur so ist die Sicherheit für alle immer gewährleistet. Ausnahme: Geführte Gruppentouren in einfache Höhlen (kein Schacht!). Nochmals kurz zusammengefaßt: Anspruchsvolle Tour => ausgesuchte Mannschaft mit gleichmäßigem Leistungsniveau Einfache Tour => gemischte Mannschaft möglich Die Gruppenstärke hängt von der Höhle und dem Ziel ab. (Bei größeren Materialtransporten oder Forschungstouren gelten folgende Regeln unter Umständen nicht.) Bei einfachen Höhlen (ohne Schächte) darf die Gruppenstärke bis zu 10 Personen betragen. Größere Gruppen werden unüberschaubar; hier ist es besser zwei kleine Gruppen zu bilden. Bei komplizierten Objekten, insbesondere bei Schachthöhlen, sollten maximal 6 Höhlenforcher gemeinsam unterwegs sein, da es sonst zu langen Wartezeiten für den Einzelnen kommt. Wartezeiten führen oft zu Frust und Unterkühlung. Nicht zu unterschätzen ist auch die Steinschlaggefahr für Wartende. Um bei einem Unfall noch effektiv helfen zu können, sollte das Team aus mindestens 3 Höfos bestehen.
AusrüstungPersönliche Ausrüstung: Jeder Teilnehmer bringt für die Tour seine eigene Ausrüstung mit. In Ausnahmefällen kann es auch eine geliehene sein, aber dann ist es unabdingbar, daß sie vor der Tour schon einmal ausprobiert und eingestellt wurde (insbesondere Ein-Seil-Technik-Ausrüstung). Eine schlecht eingestellte oder unbekannte Ausrüstung hält nicht nur sehr auf, sondern ist auch ein großes Sicherheitsrisiko! Jeder Teilnehmer sollte zusätzlich über Ersatz für sein Beleuchtungssystem (Batterien / Karbid / Wasser / Reparaturmaterial), Verpflegung und Notfallmaterial (Rettungsdecke, EH-Material, Ersatzlicht) verfügen. Gruppenmaterial: Dazu gehören Ausrüstung zum Schachteinbau (Seile, Karabiner, Laschen, Bandschlingen, Scheuerschutz),
ZeitplanungSie ist das A und O einer erfolgreichen Tour. Wie schon oben angesprochen muß genügend „Luft“ eingeplant werden, damit unvorhergesehene Schwierigkeiten nicht die sofort die gesamte Tour in Frage stellen. Man sollte sich den Zeitplan so weit legen, daß man bei einem normalen Verlauf der Tour nie unter Zeitdruck gerät.
- Rückkehr um ?? Uhr
WetterBei einer Wasserhöhle ist die Wetterlage ein wichtiger Faktor für die Tourenplanung. Ansteigendes Wasser kann den Rückweg verschließen oder die starke Strömung Gangteile nur schwer oder gar nicht passierbar machen. Nicht jeder Teilnehmer kann eine so entstandene Tauchstelle überwinden. In manchen Höhlen werden komplette Bereiche geflutet, so daß Eingeschlossene ertrinken können. Eine nicht zu unterschätzende Gefahrenstellen die schnellere Unterkühlung und die Erschöpfung durch die größere Anstrengung dar. Folgende Situationen können zu einer Hochwassersituation in Höhlen führen: - Lang anhaltende Trockenheit und ein kurzes Gewitter (der Boden kann das Wasser nicht binden) - Mehrere Tage anhaltendes schlechtes Wetter und weitere Regenfälle (der Karst ist mit Wasser gesättigt und bereits weitere geringe Niederschläge führen zum Hochwasser) - Schneeschmelze (Fön, Regenfälle) Die Schneeschmelze bringt die stärksten Wassermassen ! Zu einer Hochwassersituation kann es innerhalb weniger Tage bis Minuten (!) kommen, je nach den Gegebenheiten. Doch auch für eine „normale“ Höhlentour ist das Wetter nicht unwichtig. Der Aufstieg am Seil im Wasserfall (auch kleiner „Nieselregen“) führt sehr schnell zur Auskühlung. (Es gab schon mehrere Unfälle!) Außerdem besteht durch den hohen Wassergehalt in der Luft (Gischt) die Gefahr des Ertrinkens durch eingeatmetes Wasser. Entsprechend der Wetterlage erfordert bereits der Weg zur Höhle Beachtung. Regenfälle, Schnee oder Eis erschweren den Zustieg oder machen ihn sogar unmöglich. Starker Wind oder kalte Witterung entkräften die Teilnehmer bereits auf dem Zu- und Abstieg. Im alpinen Gelände gelten natürlich die üblichen Vorsichtsregeln für das Gelände „Über Tage“.
Und kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Unfall: Ruhe bewahren !
Ich möchte an dieser Stelle auf die Ausbildungen zur Kameradenrettung verweisen. Auszüge aus: Ausbildung „Tourenplanung“
Jugend Höhlenforscher LagerBericht vom Lager 2000 hier.
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